Der Granitrücken des Naturpark Steinwald erhebt sich majestetisch südlich des
Fichtelgebirges und nördlich des
Oberpfälzer Waldes.
Touristische Sehenswürdigkeiten und Land- und Artenschutz sind hier ein Bündnis eingegangen. Regionale Produkte und Erholung in der Natur gehören im Naturpark Steinwald fest zusammen.
Erleben Sie den Steinwald mit allen 5 Sinnen, denn hier können Sie die Natur
sehen - hören - fühlen - riechen - schmecken!

Bemerkenswerter Steinwald
Der Naturpark Steinwald konnte zahlreiche geschützte Tier- und Pfanzenarten wieder beheimaten und ihre Anzahl durch gezielte Schutzgebiete stärken. Einen bemerkenswerten Einblick in die Artenvielfalt gewährt das
Gedächtnis-Spiel mit 28 Motiven aus dem Steinwald.
Erhältlich in der Tourist-Information für €4,90
Nachfolgend die Bilder und Informationen mit freundlicher Genehmigung des Naturpark Steinwald.

Oberpfalzturm
Er steht auf dem höchsten Punkt des Steinwalds, der Platte mit 946 ü. NN. Von diesem 35 Meter hohen Turm hat man einen einmaligen Rundblick, bei schönem Wetter bis nach Regensburg. Der erste Turm wurde 1972 vom Naturpark errichtet, der jetzige im Jahr 2000 von der Stadt Erbendorf, finaniell unterstützt vom Naturpark Steinwald.

Steinwald Sphinx
Unser Naturpark Steinwald ist reich an Steinen und auch Felsgebilden. Die Steinwald Sphinx, die nördlich von Pfaben, im südlichen Steinwald steht, ist jedoch von allen Felsen bestimmt der Bemerkenswerteste. Sie ähnelt etwas der Sphinx von Gizeh, entstand jedoch nicht durch menschlichen Eingriff sondern nur durch Verwitterung.

Burgruine Weißenstein
Man kann hier wohl vom Wahrzeichen des Naturparks sprechen. Die Burg wurde 1279 erstmals urkundlich erwähnt, dann aber nach 1560 endgültig aufgegeben und verfiel seit dieser Zeit zusehends. Von der
Burgruine waren 1995 kaum mehr als der Bergfried vorhanden. Die Gesellschaft Steinwaldia Pullenreuth hat von 1996 bis 2002 mit erheblichem Zeit- und Kostenaufwand die Ruine so restauriert, dass durch die aufgemauerten Grundmauern die frühere Form wieder erkennbar geworden ist.

WaldErlebnispfad
<dl><dt>Er wurde im August 2007 in Betrieb genommen. Unter der Trägerschaft des Naturparks hat ihn die Marktgemeinde Fuchsmühl zusammen mit dem Förster des Forstreviers Fuchsmühl der Stadt Augsburg errichtet. Der Besucher wird auf dem knapp 5 km langen Weg auf vielfältige Weise über das Ökosystem Wald informiert. Er kann mittels Tasten, Hören und Sehen die verschiedensten Eindrücke gewinnen.</dt></dl>

Waldecker Schlossberg
Auf dem Basaltkegel des 641 m hohen Schlossberges stand die 1124 bereits erstmals urkundlich erwähnte Burg. Nach einer wechselvollen Geschichte mit Zerstörung im Dreißig-jährigen Krieg und dann endgültig durch den großen Brand vor 200 Jahren, war nichts mehr übrig. Der Heimatverein Waldeck hat nun die Reste wieder neu errichtet und von dieser Burgruine bietet sich ein wunderschöner Ausblick über das Kemnather Land und die umliegenden Vulkanberge.

Bergkristall
Er besteht aus Quarz, dem Mineral, aus dem sich auch der Sand und die Kieselsteine aufbauen. Es ist nach dem Felsdpat das häufigste auf der Erde. Die Formenvielfalt des Bergkristalls ist fast unbegrenzt. Jeder Kristall ist ein Unikum für sich. Es wird kaum zwei gleich aussehende, gleich große Kristalle mit der gleichen Oberfläche geben. Bergkristalle gab und gibt es auch bei uns, vor allem im Erbendorfer Bereich. Unser Kristall ist im Heimatmuseum Erbendorf zu besichtigen.

Arnika
Die Arnika, die zur Familie der Korbblütengewächse gehört, war früher bei uns weit verbreitet. Durch Nutzungsintensivierung in der Landwirtschaft und fehlende Beweidung ist ihr Bestand stark zurückgegangen. Sie steht deshalb auf der Roten Liste. Wir vom Naturpark versuchen durch gezielte Maßnahmen den Bestand wieder zu vergrößern, damit wir uns auch in Zukunft an den leuchtend gelben 6 bis 8 cm großen Blüten erfreuen können.

Schwarzbeere
Die Heidelbeere, bei uns auch Schwarzbeere genannt, gehört zur Familie der Heidekrautgewächse. Dieser Zwergstrauch ist in gemäßigten und norischen Zonen Eurasiens verbreitet und besiedelt Gebiete von der Ebene bis ins Gebirge auf etwas über 2000 m. Die Heidelbeere, die auch bei uns im Steinwald noch weit verbreitet ist, wird bis zu 30 Jahre alt. Aber auch sie ist von industriellen Schadstoffen gefärdet. Man vermutet, dass insbesondere der Wurzelpilz durch Schwefeldioxid geschädigt wird.

Türkenbundlilie
Die Türkenbundlilie gehört zur Gattung der Lilien und ist wegen ihrer auffällig geformten Blüten und ihrer großen Wuchshöhe eine der stattlichsten Lilien Europas. Sie ist eine ausdauernde Pflanze, mit der Blütezeit zwischen Juni und August. Hier bringt sie in einem rispigen Blütenstand bis zu 16 duftende, nickende, meist fleischrosa Blüten hervor. Sie kommt in Deutschalnd von der Ebene bis in die Alpen bei 2000 m vor und gilt bei uns zwar nicht als gefährdet, ist jedoch besonders geschützt.

Heidenelke
Die ausdauernde Heide-Nelke gehört zur Familie der Nelkengewächse. Sie ist in ganz Europa heimisch, in Höhenlagen aber kaum über 1000 m. In Deutschalnd kommt sie allerdings nur zerstreut bis selten vor. Sie blüht von Juni bis September und hat 5 etwa 1 cm lange Kronblätter, die purpurn gefärbt sind und eine weiße Punktierung und einen dunkleren Ring aufweisen. Durch intensive Nutzung der Landschaften und Rückgang der Magerrasengebiete ist sie selten geworden und mittlerweile streng geschützt.

Siebenstern
Der Siebenstern gehört zur Familie der Primelgewächse. Sein Name leitet sich von den weißen Blüten mit sieben Blütenblättern ab. Es sind kleine, ausdauernde Pflanzen, die auf der Nordhalbkugel weit verbreitet sind und auf basenarmen, sauren Böden vorkommen. Der Austrieb des Stängels aus der Knolle erfolgt im Frühjahr, die Blütezeit reicht dann von Mai bis September.

Knabenkraut
Das Knabenkraut mit seinen verschiedenen Unterarten gehört zu den wenigen Orchideen, die in Mitteleuropa heimisch sind. Blütezeit für die überwiegend purpurroten, manchmal nahezu weißen Blüten, ist bereits Ende April. Es zählt damit zu den ersten Pflanzen, die auf der Wiese blühen. Schon in der Antike wurde das Knabenkraut wegen seines Schleimgehaltes auch als Heilpflanze geschätzt. Auch das Knabenkraut steht unter Naturschutz.

Färberginster
Der Färberginster gehört zur Familie der Hüsenfrüchtler und war schon in der Vergangenheit als Lieferant eines gelben Farbstoffes von Bedeutung. Schon die Römer verwendeten ihn zum Färben von Leinen und Wolle. Er wird bis zu 60 cm groß und wächst aufrecht oder aufsteigend und buschig verzweigt. Seine gelben Blüten stehen in endständigen 3 bis 6 cm langen, reichblütigen Trauben. Blütezeit ist von Mai bis August.

Flussperlmuschel
Die Flussperlmuschel ist eine der großen Süßwassermuscheln, die auch bei uns vom Aussterben bedroht ist. Lebten im Steinwald 1985 noch 4000 Exemplare, so ist diese Zahl bis heute auf 600 Stück geschumpft. Der Naturpark führt deshalb seit über 10 Jahren ein Artenhilfsprojekt durch, um ihren Lebensraum und damit auch die Qualität der Steinwaldbäche zu verbessern. Wirtsfisch der Flusspermuschel, die streng geschützt ist und bis zu 14 cm groß und bis zu 280 Jahre alt werden kann, ist die Bachforelle.

Schwarzstorch
Der Schwarzstorch ist neben dem Weißstorch die einzige in Europa brütende Art aus der Vogelfamilie der Störche. Er erreicht eine Körperlänge von etwa 1 m und ein Gewicht von bis zu 3 kg. Sein Gefieder ist überwiegend weiß und er hat eine Gesamtflügelspanne von bis zu 2 m. Er ist eine Zugvogel, kommt ab März in die Brutgebiete, die er im September verlässt um seine afrikansichen Winterquartiere aufzusuchen. Erfreulich ist, dass wieder über 500 Paare in Deutschland brüten, 1970 waren es noch weniger als 50.

Kreuzotter
Die Kreuzotter ist eine kleine bis mittelgroße, bis zu 80 cm lange und im Durchschnitt ca. 200 Gramm schwere, Giftschlange aus der Familie der Vipern Eurasiens mit dem nördlichsten Verbreitungsgebiet. Sie ist sehr scheu und beißt nur dann, wenn sie sich massiv bedroht fühlt. Ein Biss muss zwar sofort behandelt werden, ist jedoch normalerweise nicht tödlich. Man erkennt sie vor allem am dunklen Zickzackband am Rücken. Auch durch den Verlust von Waldrändern ist sie stark gefährdet und steht deshalb auf der Roten Liste.

Luchs
Die Luchse gehören zur Familie der Katzen und sind mittelgroße, hochbeinige Katzen, spezialisierte Jäger, die einzelgängerisch, dämmerungsaktiv und territorial sind. Mit einer Länge zwischen 80 und 120 cm und einer Höhe von 50 bis 70 cm ist er die größte Katze in Europa. Männliche Luchse, auch "Kuder" genannt, wiegen etwa 25 kg, Weibchen ca. 15% weniger. Der Luchs war durch gezielte Ausrottungen bei uns verschwunden, wandert jetzt aber wieder ein, wird gezielt angesiedelt und wurde auch im Steinwald schon gesehen.

Biber
Biber sind höhere Säugetiere und gehören zur Ordnung der Nagetiere. Er ist das größte Nagetier Europas mit einem plumpen und gedrungenen Körper. Ausgewachsene Biber wiegen bis zu 30 kg und können eine Gesamtlänge (Kopf-Rumpf-Schwanz) von bis zu 137 cm erreichen. Wegen des Fällens von Bäumen kommt es oft zu Ärger bei Forst- und Teichwirten. Da der Biber geschützt ist, versucht man den Konflikt zwichen Artenschutz und menschlichen Interesse durch ein Bibermanagement zu entschärfen.

Auerhahn
Das Auerhuhn ist eine Vogelart aus der Ordnung der Hühnervögel und hier der größte Europas. Er besiedelt gemäßigte Zonen, meist oberhalb von 1000 m. Auerhahn und Auerhenne unterscheiden sich von ihrer Gestalt her deutlich. Der auffallend größere Auerhahn kann bis zu 5 kg schwer und 1 m groß werden und eine Flügelspannweite von 90 cm erreichen. Die Auerhenne ist mit 2,5 kg Gewicht und einer Größe von 60 cm deutlich kleiner. Das Auerhuhn steht bei uns auf der Roten Liste und unterliegt dem Jagdverbot.

Rothirsch
Der Rothirsch ist eine Art der echten Hirsche. Unter den Hirscharten zeichnet er sich durch ein besonders großes und weitverzweigtes Geweih der männlichen Tiere aus. Geweihe können ein Gewicht von bis zu 5 kg haben. In Mitteleuropa ist er eines der größten freilebenden Wildtiere. Bei uns kann man ihn im Wildgehege beim Waldhaus sehen. Männchen sind in der Regel ca 15% größer und schwerer als Weibchen und können eine Länge von bis zu 210 cm und ein Gewicht von bis zu ca 115 kg erreichen.

Rebhuhn
Das noch weit verbreitete Rebhuhn ist eine Vogelart aus der Ordnung der Hühnervögel und lebt meist in tieferen Lagen. Es hat eine gedrungene Gestalt mit kurzen Beinen, kurzem runden Schwanz und kurzen runden Flügeln. Es wird etwa 30 cm lang, hat eine Flügellänge von bis zu 16 cm und eine Schwanzlänge von ca. 8 cm. Männchen, die sich in ihrem Prachtkleid vom Weibchen abheben, werden bis 415 g schwer, Weibchen bis 175 g. Durch intensive Bewirtschaftung mit Großmaschinen ist der Bestand gefährdet.

Fransenfledermaus
Die Fransenfledermaus gehört zur Unterordnung der Fledermäuse und ist hier der Familie der Glattnasen zugeordnet. Sie orientiert sich hauptsächlich mit den Ohren indem sie Ultraschallwellen ausstößt und dann am zurückkehrenden Echo ihre Umgebung erkennt. Ihr Name geht auf feste, wie Fransen wirkende Härchen an der Schwanzflughaut zurück. Sie kann bei einem Gewicht von bis zu 10 g bis zu 50 mm lang werden und eine Flügelspannweite von bis zu 280 mm erreichen. Sie steht unter Naturschutz.

Moorfrosch
Der streng geschützte Moorfrosch gehört zur Gattung der echten Frösche. Er zählt zu den Braunfröschen und ist bei diesen ein recht schlankes, zierliches Exemplar mit zugespitzter Schnauze. Seine Oberseite ist meist hell- bis dunkelbraun. Er kann bis zu 6 cm lang werden. Nachdem der Moofrosch auf dauerhaft nasse Gebiete angewiesen ist, leidet er besonders unter Trockenlegung und Kultivierung von Mooren. Aber auch intesive Landwirtschaft und der Straßenverkehr bedingen eine Verinselung der Populationen.

Dukatenfalter
Der Dukatenfalter ist ein Schmetterling (Tagfalter) aus der Familie der Bläulinge. Männchen und Weibchen unterscheiden sich durch die Flügeloberseite, bei Männchen leuchtend goldrot, bei Weibchen orange. Nachdem er seine Entwicklungsstadien Ei, Raupe und Puppe durchlaufen hat, schlüpft er Mitte Juli und tritt bis Mitte September auf. Er kommt in vielen Gegenden Europas vom Flachland bis ins Gebirge auf 2000 m vor und bevorzugt blütenreiche Magerrasen. Auch er ist gefährdet und steht deshalb auf der Roten Liste.

Sumpfschrecke
Sie ist eine Kurzfühlerschrecke aus der Familie der Feldheuschrecken, wird bis zu 4 cm groß und ist meist olivgrün bis dunkelbraun. Im Gegensatz zu anderen Heuschrecken zirpt sie nicht, sondern erzeugt mit ihren Hinterbein weithin hörbare Knipslaute. Die Schrecke ist, wenn sie ihre 5 Larvenstadien durchlaufen hat, zwischen Juli und Oktober zu beobachten, wird aber höchstens 53 Tage alt. Sie bevorzugt als Wiese oder Weide genutze Feucht- und Nasswiesen und ist deshalb durch intesive Bewirtschaftung gefährdet.

Feldhase
Der Feldhase ist ein Säugetier aus der Familie der Hasen. Diese wärmeliebende Art besiedelt offene bis halboffene Landschaften von Meereshöhe bis ca. 2500 m. Er zählt zu den größten Hasen Europas, kann bis zu 68 cm lang und bis über 6 kg schwer werden. Er ist bis zu 70 kmh schnell und springt bis zu 2 m hoch. Auch der Feldhase ist durch den massiven Einsatz von Dünger und Giften sowie dem intersiven Maschineneinsatz gefährdet und wird deshalb auf der Roten Liste geführt.

Braunkehlchen
Das Braunkehlchen ist ein Singvogel aus der Familie der Fliegenschnäpper. Dieser Zugvogel, der in fast ganz Europa verbreitet ist und sein Winterquartier südlich der Sahara hat, kann bis zu 14 cm groß und bis zu 20 g schwer werden. Seine Oberseite ist braun, schwarz gemustert, sein Bauch weißlich gefärbt. Sein Ruf klingt wie "jü teck" und dient dazu, Weibchen anzulocken und sein Revier zu markieren. Es ist als gefährdete Art geschützt. Auch ihm schadet die intersive Grünlandnutzung.

Gebänderte Heidelibelle
Die gebänderte Heidelibelle ist eine Art aus der Famlie der Segellibellen. Sie kommt von Mitteleuropa bis nach Ostasien vor und besiedelt vor allem wärmemäßig verlandeten Gewässern. Sie verfügt über auffällig dunkle Flügelbinden und ist mit ihrer Körperlänge von ca. 3 cm und ihrer Flügelspannweite von bis zu 5,5 cm eine relativ kleine Vertreterin der Heidelibellen. Sie tritt ab Mitte Juli bis Anfang Oktober auf. Sie ist eine besonders geschützte Art.

Tourismus im Naturpark Steinwald
Natur und Tourismus gehen im Steinwald ein harmonisches Bündnis ein. Schautafeln, Geotope, Artenvielfalt und Sehenswürdigkeiten verbinden Mensch und Natur auf eindrucksvolle Art.
Genießen Sie den kleinsten Naturpark Bayerns und verbringen Sie Ihren Urlaub im Steinwald.
Steinwald-Urlaub
Steinwaldfoto - Flora
Steinwaldfoto - Fauna



